Port-System

Ports sind kleine Katheter, die in einem kurzen - ambulant möglichen - operativen Eingriff in die Vene unter dem Schlüsselbein eingesetzt und dort unter der Haut fixiert werden. Durch die an dieser Stelle recht unempfindliche Haut kann der Katheter mit speziellen, sehr feinen Port-Nadeln punktiert werden.
 

Der Vorteil solcher Systeme besteht darin, sogenannte Infusionspumpen über 1 bis 21 Tage anzuschließen und dadurch bestimmte Behandlungen ambulant, also zuhause, fortführen zu können. Diese Behandlungen sind sehr gut verträglich. Die verwendeten Pumpen sind Kunststoffbehälter mit circa 300 ml Inhalt. Im Inneren der Behälter wird ein steifer Gummi-Ballon mit der Infusionslösung befüllt. Der Druck in diesem Ballon reicht aus, die Infusionslösung über einen dünnen Schlauch via Port mit einstellbarer Dauer zu infundieren. Ein weiteres Argument für Port-Katheter ist die sichere Verabreichung von Zytostatika-Infusionen bei Patienten mit sehr feinen oder empfindlichen Venen. Die Port-Pflege muss von geschultem Personal durchgeführt werden.